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Das Forum für Musiker und Musikschaffende |
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Azraiyl
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Verfasst: 07.03.2010 23:12 |
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| Zuschauer |
Registriert: 18.01.2010 10:45 Beiträge: 16
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Nicht das ich eine Ahnung hätte, hier mein Interpretationsversuch:
Prinzipiell musst du nur den roten Bereich angucken. Eine Violine hat 4 Saiten. Wenn du gar keine Saite runterdrückst erklingt von Rechts nach Links ein e, a, d oder g je nachdem welche Saite du zupfst oder mit dem Bogen quietschst (Dei Seiten heissen dementsprechend auch E-Saite, A-Saite, ...). Für die meisten Noten gibt es mehr als eine "Griff" Möglichkeit. Wenn du z.B. ein e spielen willst, kannst du die 1. Saite von rechts ohne etwas spielen, oder bei der 2. Saite von rechts den Finger dort hindrücken wo die 4 steht.
Was nun speziell an dieser Tabelle ist, ist dass im roten Bereich nur Töne eingezeichnet sind, welche in C-Dur/A-Moll vorkommen (d.h. nur c, d, e, f, g, a, h). Wenn du nun den roten Bereich einen "Schritt" nach links rückst, dann sind nur noch Noten eigezeichnet die in G-Dur/E-Moll vorkommen. Die ehemals 2. Saite von rechts wird dann zur 1. Saite, die 3. Saite zur 2. Saite etc...
Was mich etwas wundert ob diese Art der Darstellung sinnvoll ist, denn es kann ja auch in C-Dur/A-Moll immer mal Ton vorkommen der eigentlich nicht in der Tonleiter ist (Cis, Dis, ...) und man daher ohnehin immer alle Töne spielen können muss. Ich weiss nicht wie das andere (besser) machen, aber wenn ich Noten lese/spiele, ist mir die Tonart eigentlich unwichtig. Aber ich lasse mich hier gerne belehren.
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Muebli
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Verfasst: 07.03.2010 23:48 |
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| Profi-Mucker |
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Registriert: 13.07.2007 09:17 Beiträge: 1802 Wohnort: Wien
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Thx mal, soweit war ich schon, dass ich sehe, dass Noten einer Skala gemeint sind  Und wie sieht's mit Akkorden aus? Habe im Internet gesucht, aber keine Tabelle, wie man sie von Gitarren kennt, gefunden ^^ Es geht um folgendes: wenn ich Instrumente im Sequencer "nachbilde", dann kann ja für eine Geige nicht einfach die Noten C-E-G für C-Dur legen, oder? Hab' wo gelesen, dass die Akkorde auf der Geige nur aus zwei Noten aufgebaut sind, ist das richtig? Oder habe ich mich da verlesen. Tommok.....pleeeeze 
_________________ Ein System, sich selbst überlassen, geht immer Richtung größter Unordnung. http://www.reverbnation.com/diceboxhttp://www.soundspur.comhttp://www.myspace.com/mischadb
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Tommok
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Verfasst: 08.03.2010 01:13 |
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| Moderator |
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Registriert: 14.11.2005 18:18 Beiträge: 1751 Wohnort: Hamburg
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Hi Mübli!  Also, Deine Frage verstehe ich nicht ganz, aber ich versuche mal zu antworten: Die Grifftabelle kannst Du im Prinzip vergessen, sie ist für Nicht-Geiger bestenfalls irreführend und verwirrend. Die Frage ist nun wieder mal, was Du eigentlich vorhast. Es sollen also die Töne von C-Dur von genau einem Geiger gespielt werden? Oder von mehreren? Oder von einer größeren Streichergruppe? Wenn Du mehrere Geiger hast (oder so instrumentierst, als hättest Du mehrere), ist das ganze kein Problem. Es können prinzipiell so viele verschiedene beliebige Noten gleichzeitig erklingen, wie Du Geiger hast. Nun, angenommen Du bestehst auf einem einzelnen Geiger, weil zwei zu teuer wären. Auch dann kann er einen C-Dur-Akkord quasi vierstimmig spielen, allerdings nicht ganz millimetergenau gleichzeitig. Man kann bis zu drei Saiten gleichzeitig anspielen (allerdings nur zwei "bequem", drei mit gut ausgefeilter Technik und auch nur sehr laut, weil man natürlich mehr Bogendruck und Impuls braucht), aber man kann über alle vier Saiten einen Akkord "brechen". Meist spielt man dann in sehr schneller Abfolge 2+2 Saiten, so dass quasi der Eindruck eines vierstimmigen Akkords entsteht. Beim Aufsplitten von C-Dur musst Du dennoch ein paar Kleinigkeiten beachten. Zum einen kann man auf der Geige keine 2 Töne gleichzeitig spielen, die unterhalb vom d' liegen (logischerweise, denn diese Töne muss man zwangsläufig auf der G-Saite spielen, und davon hat man nur eine). Alle anderen Töne kann man mit verschiedenen Griffen spielen, so dass nahezu alle Kombinationen irgendwie möglich sind. Man sollte jedoch vermeiden, zwei aufeinanderfolgende Töne mehr als eine Oktave auseinander zu legen (es sei denn einer von beiden ist eine leere Saite), weil die Handspanne begrenzt ist, bis zur Dezime geht es notfalls noch mit viel Anstrengung, aber das macht nicht viel Spaß. Mal ein Beispiel: C-Dur kannst Du als g-e'-c''-g'' oder g-e'-c''-e'' legen, oder als c'-e'-c''-g'' oder als c'-g'-c''-e''. Aber nicht als g-c'-e'-g'', weil erstens g und c' beide unterhalb des d' liegen und daher nur auf der G-Saite zu spielen sind (davon hat man nur eine), weil außerdem das Intervall e'-g'' größer als eine Oktave und somit kaum zu greifen ist. Du umgehst all dies, wenn Du für mehrere Geigen schreibst. Im Orchester sind die Geigen ja von vornherein in zwei Gruppen angeordnet (eine Gruppe 1.Geigen, eine Gruppe 2.Geigen, wobei in jeder Gruppe so 8-16 Geiger sitzen und man die Gruppen untereinander auch noch aufteilen kann ("divisi")), auch im Streichquartett gibt es immer eine erste und eine zweite Geige. Dies hat den Vorteil, dass man die Stimmverteilung kreativ nutzen kann. Du kannst also z.B. vier Geigen die Töne g-c'-e'-g' spielen lassen und hast einen herrlich warmen tiefen Geigenklang, z.B. als langsam aufkommender Klangteppich zu irgendeiner Gesangsstimme. Gruß Tommok
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Muebli
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Verfasst: 08.03.2010 10:15 |
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| Profi-Mucker |
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Registriert: 13.07.2007 09:17 Beiträge: 1802 Wohnort: Wien
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Sehr interessant! Thx!! Mir geht es generell darum, Streicher möglichst echt zu gestallten. Wenn ich schon nicht die Möglichkeit habe teuere/ gute Samples zu verwenden, soll die Spielweise dennoch stimmen.  Vielleicht liegt es an der falschen Instrumentierung, dass meine Streicher nie wirklich wie Streicher, sondern eher wie Pads klingen... Das heisst also, dass die ersten Geigen etwas anderes als die zweiten Geigen spielen und dadurch der Klang noch dichter wird?  Gibt es irgendwo ne Grifftabelle? Im aktuellen Projekt geht es um Fis-Dur und D-Moll, soweit ich mich recht entsinne, muss nochmal gucken^^
_________________ Ein System, sich selbst überlassen, geht immer Richtung größter Unordnung. http://www.reverbnation.com/diceboxhttp://www.soundspur.comhttp://www.myspace.com/mischadb
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Tommok
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Verfasst: 09.03.2010 19:51 |
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| Moderator |
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Registriert: 14.11.2005 18:18 Beiträge: 1751 Wohnort: Hamburg
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Wiederum, was genau hast Du vor?
Willst Du fuer Streichorchester orchestrieren, dann gehe von 1.Geigen, 2.Geigen, Bratschen, Celli aus und denke moeglichst vierstimmig (obwohl weitere Teilung moeglich ist).
Natuerlich klingt es dann nach Streicherflaeche, weil die Streichersounds der meisten Libraries zunaechst mal von langen Toenen ausgehen. Wenn Du etwas anderes willst (schnelle Noten, kurze Toene o.ae.) gibt es dafuer auch jeweils entsprechende Artikulationen.
Die Libraries eigenen sich (vorausgesetzt man will nicht einen ganzen Urlaub mit einem Arrangement verbringen) bestefalls fuer Flaechen weit im Hintergrund. Egal was man abweichend davon vorhat, wird es immer wie eine Library klingen, selbst nach erheblichem Gefrickel (mit abwechselnden Auf- und Abstrichen usw.). Wenn man wirklich echt klingende Streicher fuer etwas komplexere Aufgaben haben will, muss man echte Streicher aufnehmen.
Wenn Du eine simple Flaeche hast, kann ich sie Dir moeglicherweise mal kurz einspielen, allerdings nicht in den naechsten 2 Wochen (bin gerade in den USA, siehe meine tollen Umlaute).
Gruss Tommok
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Muebli
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Verfasst: 14.03.2010 19:02 |
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| Profi-Mucker |
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Registriert: 13.07.2007 09:17 Beiträge: 1802 Wohnort: Wien
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Nochmal: mir geht es jetzt gerade nicht nur um einen bestimmten Track, an dem ich arbeite. Ich will auch zukünftig Streicherparts einbauen und will deshalb wissen, wie Geiger, Chellisten, etc. greifen, wenn sie bestimmte Akkorde spielen.
Auf einem Klavier ist C-Dur: C - E - G, auf einer Gitarre E - C - G - E - C und auf einer Geige oder einem Chello? Gibt es da keine Grifftabellen?
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Tommok
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Verfasst: 15.03.2010 22:34 |
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| Moderator |
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Registriert: 14.11.2005 18:18 Beiträge: 1751 Wohnort: Hamburg
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Muebli, eine Geige spielt typischerweise keine Akkorde, sondern Melodien oder aehnliches.
Aber wenn sie doch mal Akkorde spielen soll, bist Du eigentlich immer gut beraten, wenn Du beachtest, dass nicht mehr als 1 Ton auf der G-Saite liegt (sprich: unterhalb von d'), und dass keine INtervalle groesser als eine Oktave vorkommen (ausser es sind leere Saiten beteiligt).
Eine Geige ist bekanntlich g-d'-a'-e'' gestimmt. Ein C-Dur-Akkord (gebrochen ueber 2 und 2 Saiten) kann also g-e'-c''-e'' sein, oder c'-e'-c''-g'' oder g-g'-c''-e'' oder aehnlich. Da die Geige nur 4 Saiten hat, geht eben nur vierstimmig.
Eine Geige ist zum Spielen von ganzen Akkorden aber grundsaetzlich nicht besonders gut geeignet, es sei denn man sucht diesen ganz bestimmten Effekt ("Dauerschrubben").
Nacheinander kann man natuerlich (als Arpeggio) grundsaetylich jede Tonfolge spielen, vorausgesetyt es geht nicht tiefer als g (die tiefste leere Saite).
Gruss Tommok
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